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Edelsüß

Unter den Begriffen in der Weinwelt ist die Bezeichnung edelsüß zu finden. Sie bezieht sich auf die Höhe des Restzuckergehaltes oder den Süßegrad, wie er auch durch die Edelfäule verursacht wird. Der Restzuckergehalt liegt deshalb noch höher als bei den süßen Weinsorten. Edelsüßer Wein wird auch unter der Bezeichnung Botrytis-Wein geführt, ein klarer Hinweis darauf, woher die hohe Süße stammt. Der Edelschimmelpilz Botrytis cinerea befällt die überreifen Trauben und verleiht ihnen ein Aroma von Honig, Pfirsich, manchmal auch Rosen oder Karamell.

Edelsüße Weine werden als Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese angeboten. Deutscher, lieblicher Wein der Qualitätsstufe Auslese wird auch mit der Bezeichnung edelsüß geführt. Damit die Trauben diesen hohen Zuckergehalt bekommen, müssen die Wetterbedingungen optimal sein. Ein warmer und trockener Spätsommer fördert eine mögliche lange Reife. Die Trauben bleiben so lange wie möglich am Rebstock, was natürlich zugleich sehr unsicher ist, da ein plötzlicher Temperatursturz oder Regen schädlich sein können. Die trockenen Trauben und die Edelfäule lassen das Mostgewicht in den Trauben ansteigen, das wenigstens 110° Öchsle haben muss. Die Rebsorten sind meistens Weißweinreben, wie der Riesling oder die Scheurebe.

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