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Gemischter Satz

Wenn in einem Weinberg verschiedene Rebsorten direkt nebeneinander wachsen, spricht man von einem gemischten Satz. Die verschiedenen Sorten wachsen nicht nur auf demselben Boden, sie müssen das auch zu gleichen Bedingungen. Auch die Lese wird einheitlich durchgeführt und die Trauben landen gemischt zur Weiterverarbeitung im Weinkeller. Diese Art des Weinbaus war früher weiter verbreitet, als heute. In der Weinregion Wien und in der Steiermark, wo dieser Anbau als Mischsatz bezeichnet wird, gilt ein solcher Wein als Spezialität. 2008 hat die italienische Slow Food Organisation den gemischten Satz in die Slow Food Arche des Geschmacks aufgenommen und diesem Wein das Presidio-Siegel verliehen. Slow Food möchte ursprüngliche Herstellungsmethoden von Wein vor dem Aussterben bewahren.

Bei einer Cuvée, die ebenfalls aus Wein unterschiedlicher Rebsorten besteht, wird der Wein für den gemischten Satz getrennt gekeltert und anschließend zusammengebracht. Aber auch diese Art der Weinherstellung hat ihren Sinn, ebenso wie ein gemischter Satz. Dieser wurde ursprünglich deshalb hergestellt, um die unterschiedlichen Wetterbedingungen bzw. durch sie bedingte schlechte Ernten auszugleichen und so immer Rohstoff zur Weinherstellung zu haben. Wie am Beispiel Österreichs zu sehen, kann ein gemischter Satz interessante Weine entstehen lassen.

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