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Autochthone Rebsorte

Auch die Rebe kann autochthon sein, wenn sie sich dort, wo sie wächst, alleine eingebürgert hat oder dorthin eingewandert ist. Der Begriff stammt aus dem lateinisch-griechischen Sprachbereich und kann mit autos = selbst und chton = Erde übersetzt werden. Nicht nur die autochthone Rebsorte, sondern auch andere Pflanzen und Lebewesen können so bezeichnet werden.

Im Bereich der Rebsorten ist es nicht zu 100 % eindeutig zuzuordnen, das liegt an der manchmal jahrtausendealten Geschichte. Außerdem können Namensänderungen oder Verwechslungen dazu beitragen, das die autochthone Rebsorte nicht eindeutig zurückzuverfolgen ist. Deshalb werden auch die Sorten als autochthone Rebsorte bezeichnet, die über eine lange Zeit an einem Ort heimisch geworden sind. Ein Beispiel dafür kann die Primitivo Rebsorte sein, die zwar in Apulien wächst, ursprünglich jedoch aus Kroatien stammt.

Mittlerweile sind weltweit rund 500 Rebsorten aus autochthone Rebsorte bekannt. Auch wenn die als internationale Klassiker gehandelten Sorten Chardonnay, Sauvignon oder Merlot in der Überzahl sind, bilden die autochthonen einen interessanten Kontrast. Sie haben häufig ein großes Potenzial und werden zum Beispiel in Italien besonders gefördert. Hier sind beispielsweise der Friulano aus dem Friaul, der nero d’Avola aus Sizilien oder der Arneis aus dem Piemont zu erwähnen.

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