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Wie erkenne ich schlechten Wein? 7 Ursachen erklärt

Korkton

Der wohl bekannteste und häufigste Grund weshalb ein Wein nicht schmeckt, ist der Korkton; auch Korkschmecker oder kurz Kork genannt. Dieser bezeichnet in der Weinsprache einen Geruchs- und Geschmacksfehler von Wein. Das erste Erkennungszeichen lässt sich in der Regel schon am Korken ausmachen. Sollte dieser bereits muffig riechen, ist Vorsicht geboten. Die Ursache des Korktons liegt an dem Korken selbst. Werden bei der Herstellung der Korkrinde nicht alle Bakterien desinfiziert und abgetötet, kommt es später in der Falsche zu Schimmelbildungen im Korken, die sich wiederum auf den Wein auswirken. Der Wein schmeckt dann muffig, schlecht und ist nicht mehr genießbar. 

Überschwefelung

Dieser Fehler entsteht ebenfalls in der Produktion. Besonders Weißwein wird viel geschwefelt. Tritt dieser Fall ein, schmeckt und riecht der Wein nach leicht abgebrannten Streichhölzern. Er kann ebenfalls in der Nase stechen und leicht prickeln. Bei Rotwein tritt dieser Fehler kaum auf, da er generell weniger geschwefelt wird. Eine gute Nachricht gibt es: Der Fehler lässt sich leicht mildern, wenn der Wein ‚atmen‘ darf. Füllen Sie den Wein einfach in einen Dekanter und geben Sie ihm Zeit.

Fasston

Rotweine im Barrique gelagert. Eine tolle Vorstellung! Leider lauern auch hier Gefahren. Wird das Holzfass bei der Neubefüllung nicht ausreichend gesäubert, können sich Schimmelpilze in den Fugen ansiedeln. Diese ziehen dann bei der Lagerung tief in den Wein ein. Riecht der Wein nicht so stark nach Barrique, ist er meist noch genießbar. Andernfalls empfehlen wir den Wein besser wegzugießen, da auch dekandieren bei diesem Fall keine Lösung bringt. Sie erkennen den Fasston an einem unsauberen Geschmack, der an feuchte Erde erinnert.

Milchsäurestich

Hat der Wein einen Milchsäurestich, erinnert sein Geruch häufig an Butter. Er tritt bei Weißweinen auf, aber auch bei fassgelagerten Weinen. Eine leichte Note ist vertretbar. Wenn der Wein jedoch nach Butter riecht und ranzig schmeckt, ist er nicht mehr genießbar. Der Milchsäurestich entsteht durch unzureichende Schwefelung nach der alkoholischen Gärung, sodass die Milchsäurebakterien weiterhin aktiv bleiben und Nebenprodukte hervorbringen. 

Flüchtige Säure

Bei Rotweinen ist die flüchtige Säure nicht immer ein Fehler. Häufig stört er bei den Weißen. Die flüchtige Säure - oder auch Essigsäure - entsteht durch eine zu schnelle und hochtemperierte Gärung. Sie verfliegt in der Regel direkt nach dem Öffnen der Falsche. In hohen Mengen allerdings kann sie einen unangenehmen beißenden Geruch und Geschmack annehmen, der an chemische Substanzen erinnert, wie z.B. Nagellackentferner.

Oxidation

Die Oxidation tritt hin und wieder bei älteren und lange gelagerten Weinen auf. Wurde der Wein nicht genügend geschwefelt, kann es vorkommen, dass der Sauerstoff bestimmte Aromen im Wein oxidiert. Bei jüngeren Weinen spricht man von ‚Firne‘; der leichten Überlagerung. Sie erkennen die Oxidation am leichten Walnussgeschmack. Häufig schmeckt der Wein auch schal und ranzig. Dieser Fehler lässt sich nicht beheben.

Mercaptane/Böckser

Dieser Fehler tritt häufig auf, wenn die Hefen in der Gärung nicht genügend verwertbaren Stickstoff vorfinden. Er kann allerdings auch entstehen, wenn schwefelhaltiges Spritzmittel verwendet wurde oder keine ausreichende Mostgärung durchgeführt wurde. Sie erkennen die Mercaptane an ihrem unangenehmen schwefligen, fauligen Geruch. Er entsteht durch den Schwefelwasserstoff der durch die oben genannten Ursachen gebildet wird. Häufig riecht der Wein dann nach fauligen Eiern und anderen strengen Gerüchen, wie z.B. auch Knoblauch. Es besteht leider keine Möglichkeit den Fehler zu beheben. Er kommt jedoch nur sehr selten vor.

provinz