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Was ist trockener Wein?

Wann ist ein Wein trocken?

Eine Flüssigkeit wie Wein als trocken zu bezeichnen, mutet in der Tat etwas seltsam an – ist aber in der Weinsprache ein offizieller Fachbegriff und darf nur für Weine verwendet werden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Der Begriff zählt zu den Geschmacksangaben, die in der Europäischen Union einheitlich festgelegt sind.

Wie viel Zucker hat trockener Wein?

Entscheidend dafür, ob ein Wein trocken ist, ist der Restzuckergehalt: Der Zuckergehalt darf 4 Gramm pro Liter nicht überschreiten. Es sind 9 Gramm pro Liter zugelassen, sofern der Säuregehalt um 2 Gramm je Liter niedriger ist als der Zuckergehalt. Beispiel: Bei einem Wein, der pro Liter 7 Gramm Zucker hat, darf die Säure maximal 5 Gramm je Liter betragen, damit er als trocken gilt.

Wein aus dem Weinanbaugebiet Franken darf als „fränkisch trocken“ gekennzeichnet sein – er hat einen Restzuckergehalt von bis zu 4 Gramm pro Liter. Auf französischen Weinen steht der Begriff sec, auf italienischen secco oder „asciutto“.

Wie wird trockener Wein hergestellt?

Ob Wein trocken oder lieblich ist, bestimmt also sein Zuckergehalt. Die Süße der Traube hängt davon ab, wie lange die Traube reifen darf. Mit zunehmender Reife nimmt die Säure ab und der Zuckergehalt zu. Eine späte Lese bedeutet jedoch nicht, dass der Wein weniger trocken ausfällt: Bei der Vergärung wandeln Hefebakterien den Zucker in Alkohol um. Lässt der Winzer diesen Prozess entsprechend lange fortschreiten, zersetzt sich der Großteil des Zuckers und ein trockener Wein entsteht. Ein trockener Rotwein oder Weißwein aus einer stark zuckerhaltigen Traube hat somit einen relativ hohen Alkoholgehalt. Stoppt der Winzer den Gärprozess früher, entsteht ein halbtrockner oder lieblicher Wein.

Woran erkenne ich, ob ein Wein trocken ist?

Wie der Weintrinker einen Wein einschätzt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die subjektive Wahrnehmung entspricht nicht immer den messbaren Werten. Weist der Wein nur wenig Restzucker und ebenso wenig Säure auf, wird er gerne als süß bezeichnet. Wein mit einem hohen Restzucker und einer hohen Säure kann dagegen trocken schmecken. Ein hoher Alkoholgehalt kann den Wein weniger trocken wirken lassen.

Außer beim Schaumwein, bei dem höhere Restzuckerwerte für die Geschmacksdefinition gelten, ist die Angabe des Geschmacks auf der Flasche in Deutschland nicht vorgeschrieben. Sie ist aber bei trockenen Rotweinen, Weißweinen und Rosés üblich, während bei halbtrockenen und lieblichen oder süßen Weinen in der Regel keine Angaben auf dem Etikett zu finden sind.

Ist ein trockener Wein sauer?

Trockener Wein ist kein saurer Wein. Oft wird ein trockener Wein als „sauer“ bezeichnet, doch das ist ein subjektives Empfinden. Die Säure im Wein hängt nicht mit der Süße zusammen: Ein trockener Wein kann eine sehr milde Säure aufweisen. So sind zum Beispiel der Grüne Silvaner oder der Müller-Thurgau trockene Weine, jedoch gleichzeitig mild in der Säure. Wurde der Wein aus besonders reifen Trauben hergestellt, ist er von Natur aus mild und weist nur eine geringe Säure auf: Mit zunehmender Reife steigt der Zuckergehalt und gleichzeitig sinkt der Säuregehalt in den Beeren.

Wann ist Sekt trocken?

Beim Schaumwein wie Sekt, Champagner, Crémant oder Spumante sorgt die Kohlensäure dafür, dass unsere Geschmacksknospen den Wein als weniger süß wahrnehmen. Deshalb gelten andere Grenzen für die Geschmacksangaben für Schaumwein als für sogenannte Stillweine. Es gibt folgende Abstufungen:

  • Naturherb: Zuckergehalt unter 3 Gramm pro Liter; keine Zugabe von Zucker nach der zweiten Gärung.
  • Extra herb: 0 bis 6 Gramm Zucker pro Liter.
  • Herb: weniger als 12 Gramm Zucker pro Liter.
  • Extra trocken: Zuckergehalt zwischen 12 und 17 Gramm pro Liter.
  • Trocken: 17 bis 32 Gramm Zucker pro Liter.
  • Halbtrocken: Zuckergehalt von 32 bis 50 Gramm.
  • Mild: mehr als 50 Gramm Zucker pro Liter.

Bei den zulässigen Zuckerwerten im Schaumwein gibt es also zum Teil Überschneidungen. Ob ein Sekt mit beispielsweise 6 Gramm Restzuckergehalt pro Liter als herb oder extra herb bezeichnet wird, obliegt dem Hersteller beziehungsweise dem Verkäufer.

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