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Glossar

A

  • A.O.C.
    Appellation d'Origine Contrôlée. Laut französischem Weingesetz die kontrollierte Ursprungsbezeichnung, die innerhalb eines begrenzten Gebietes die Rebsorten, den Höchstertrag, den Mindestalkoholgehalt und die Höchstzahl der Rebstöcke regelt. Entspricht dem deutschen Qualitätswein.
  • Abgang
    Nachhaltiges Empfinden des Weingeschmacks am Gaumen nach dem Herunterschlucken. Gemessen wird der Abgang in Caudalies (Abgang in Sekunden).
  • Aroma
    Gesamtheit der Duftstoffe im Wein. Nach der Gärung enthält der Wein über 500 Aromastoffe. Man unterscheidet zwischen Primäraromen (natürliche Fruchtaromen der Traube), Sekundäraromen (während der Gärung entstanden, z.B. erdig, marmeladig) und Tertiäraromen (während des Alterungsprozesses, z.B. Schokolade, Tabak).
  • Assemblage
    Komponieren eines Weines aus unterschiedlichen Fasspartien oder unterschiedlichen Rebsorten. Vorgehensweise in der Champagne und dem Bordeaux, um einen harmonischen Wein zu erzeugen.

B

  • Barbera
    Rote Rebe des Piemont (Italien). Eher fruchtige Weine mit weichem Tannin.
  • Barrel
    Englische Bezeichnung für ein kleines Holzfass.
  • Barrique
    Kleines sehr teures Fass, Inhalt 225 Liter. Der Ausbau der Weine im Barrique ist sehr aufwändig und kostenintensiv, trägt aber zur Qualitätssteigerung der Weine bei.
  • Bianco
    (ital.) weiß
  • Blanc
    (frz.) weiß
  • Bodega
    (span.) Bezeichnung für Weingut, Weinkeller, Weinkellerei und Weinlokal.
  • Brut
    (frz.) trocken. Geschmacksbezeichnung bei Sekt und Champagner.
  • Bukett
    Gesamteindruck der Geruchs- und Geschmacksstoffe, die dem Wein sein typisches Geruchsbild verleihen. Viele Rebsorten haben ein spezifisches Bukett, das man mit sortentypisch bezeichnet.
  • Bouquet
    Gesamteindruck der Geruchs- und Geschmacksstoffe, die dem Wein sein typisches Geruchsbild verleihen. Viele Rebsorten haben ein spezifisches Bukett, das man mit sortentypisch bezeichnet.

C

  • Côtes
    (frz.) Bezeichnung für Rebflächen in einer Hanglage und damit besserem Einstrahlungswinkel des Sonnenlichts. Häufig Teil der Appellationsbezeichnung, z.B. Côtes de Beaune. Die in Italien entsprechende Bezeichnung ist Colli.
  • Cabernet Sauvignon
    Sehr alte Rebsorte, u.a. fester Bestandteil der Bordeaux-Weine. Ergibt dunkle kräftige Weine mit hohem Reifepotential.
  • Château
    Französisch für ein Weingut / Schloss, speziell im Bordeaux gebräuchlich. Im Burgund wird meist die Bezeichnung Domaine verwendet.
  • Champagner
    Champagner darf nur aus der Appellation Contrôlée Champagne stammen. Das Flaschengärverfahren ist Vorschrift.
  • Chardonnay
    Aus dem Burgund stammende weiße Rebsorte. Eignet sich sehr gut zum Ausbau im Holzfass. Rebsorte des berühmten Chablis.
  • Classico
    (ital.) Bezeichnet Weine, die aus dem Kerngebiet eines bestimmten Anbaugebietes stammen.
  • Clos
    Im Burgund geläufige Bezeichnung für Weinberge, die mit einer Hecke oder Mauer umschlossen sind.
  • Colli
    (ital.) Bezeichnung für Rebflächen in einer Hanglage und damit besserem Einstrahlungswinkel des Sonnenlichts. Die in Frankreich entsprechende Bezeichnung ist Côtes.
  • Crémant
    Bezeichnung für Qualitätsschaumweine mit AC-Stufe außerhalb der Champagne. Die Flaschengärung und gebietstypische Rebsorten sind vorgeschrieben.
  • Cru
    (frz.) Bezeichnung für Wein aus einer bestimmten Lage. Der Begriff steht im engen Zusammenhang mit der französischen Terroir Philosophie. Im Bordeaux wird damit nicht nur der Wein, sondern auch gleichfalls das Weingut klassifiziert, z.B. Cru Bourgeois, Grand Cru, Cru classé, Premier Cru usw.
  • Cuvée
    Kombination von verschiedenen Traubensorten, wie z.B. bei Bordeaux Weinen. Oder auch die Zusammenstellung der Grundweine eines Sektes bzw. Champagners.

D

  • D.O.
    (span.) Kontrollierte Ursprungsbezeichnung von spanischen Weinen.
  • D.O.C.
    Laut italienischem Weingesetz: Denominazione di Origine Controllata. Kontrollierter Anbau mit Herkunftsbezeichnung (mit Garantie). Entspricht dem deutschen Großen oder Ersten Gewächs.
  • D.O.C.G.
    Laut italienischem Weingesetz: Denominazione di Origine Controllata. Kontrollierter Anbau mit Herkunftsbezeichnung (mit Garantie). Entspricht dem deutschen Großen oder Ersten Gewächs.
  • Dekantieren
    Umfüllen des Weins von der Flasche in eine Karaffe zwecks optimaler Belüftung des Weines und Trennung vom Depot.
  • Depot
    Kleine oder größere Ablagerungen im Wein als Resultat der natürlichen Reifeprozesse. Kein Qualitätsverlust. Dekantieren oder vorsichtiges Einschenken trennt das Depot vom klaren Wein.

E

  • Einzellage
    Katastermäßig genau eingegrenzter Weinberg.
  • Eiswein
    Weinspezialität (besonders in Deutschland und Österreich) mit hohem Süßegrad. Erzeugt aus Trauben, die bei mindestens -7°C gelesen und verarbeitet werden.
  • Elevé en Fût de Chêne
    Im Holzfass ausgebaut.

F

  • Finish
    Nachhaltiges Empfinden des Weingeschmacks am Gaumen nach dem Herunterschlucken. Gemessen wird der Abgang in Caudalies (Abgang in Sekunden).
  • Finale
    Nachhaltiges Empfinden des Weingeschmacks am Gaumen nach dem Herunterschlucken. Gemessen wird der Abgang in Caudalies (Abgang in Sekunden).
  • Federspiel
    Qualitätsbezeichnung für bestimmte Wachauer Weine. Der Name Federspiel führt auf einen Begriff aus der Falkenjagd zurück - eine gerade in der Wachau in früherer Zeit übliche Form herrschaftlicher Jagd.
  • Frühburgunder
    Die seltene rote Rebsorte ist eine Mutation des Pinot Noir. Sie zählt zur Familie der Burgunder. Der Name bezieht sich auf die gegenüber dem Spätburgunder frühere Reife der Beeren. Sehr empfindlich im An- und Ausbau. Eine Spezialität der Ahr Region.
  • Fumé Blanc
    Amerikanische Bezeichnung für einen Sauvignon Blanc, der im Holzfass ausgebaut wurde. Erstmals erzeugt von Robert Mondavi.

G

  • Glera
    Die ursprüngliche Bezeichnung der Rebsorte Prosecco wurde vom italienischen Landwirtschaftsministerium umbenannt in Glera. An der Triester Küste, wo der Ursprung des Prosecco vermutet wird, ist die Bezeichnung Glera seit jeher bekannt. Die Bezeichnung Prosecco wird aber nicht verschwinden. Vielmehr wird sie aufgewertet und ist ab 2011 ausschließlich eine geschützte Herkunftsbezeichnung für Prosecco D.O.C. Dieser muss aus diesem Erzeugungsgebiet kommen und aus der Rebsorte Glera stammen.
  • Gran Reserva
    Spanischer Rotwein, der mindestens 5 Jahre im Keller gereift ist, davon min. 2 Jahre im Holzfass.
  • Grauburgunder
    Weißweinrebe. Der Wein ist meist extraktreich und säurearm. (dt.) Grauburgunder; (ital.) Pinot Grigio; (frz.) Pinot Gris

H

I

J

K

  • Körper
    Der stoffliche Eindruck von Substanz und Schwere im Mund.

L

M

  • Merlot
    Rote, inzwischen international verbreitete Rebsorte. Typisch sind das weiche Tannin und das fleischige Aroma. Cuvéepartner für große Bordeaux Weine.
  • Millésime
    (frz.) Jahrgang
  • Mis en Bouteille
    (frz.) "auf die Flasche gefüllt"
  • Mousseux
    (frz.) schäumend - bei Sekt und Champagner.

N

  • Nachhall
    Nachhaltiges Empfinden des Weingeschmacks am Gaumen nach dem Herunterschlucken. Gemessen wird der Abgang in Caudalies (Abgang in Sekunden).
  • Nachhaltigkeit
    Nachhaltiges Empfinden des Weingeschmacks am Gaumen nach dem Herunterschlucken. Gemessen wird der Abgang in Caudalies (Abgang in Sekunden).
  • Nase
    Fachausdruck für Duft (Aroma oder Bukett).

O

P

  • Persistenz
    Nachhaltiges Empfinden des Weingeschmacks am Gaumen nach dem Herunterschlucken. Gemessen wird der Abgang in Caudalies (Abgang in Sekunden).
  • Pinot Grigio
    Weißweinrebe. Der Wein ist meist extraktreich und säurearm. (dt.) Grauburgunder; (ital.) Pinot Grigio; (frz.) Pinot Gris
  • Pinot Gris
    Weißweinrebe. Der Wein ist meist extraktreich und säurearm. (dt.) Grauburgunder; (ital.) Pinot Grigio; (frz.) Pinot Gris
  • Pinotage
    Die typisch rote Rebsorte Südafrikas wurde aus Pinot Noir und Cinsaut (auch als Hermitage bekannt) gekreuzt. Pinotage Weine gefallen oft durch ihren kräftigen Körper und das charakteristische lakritzartige Bukett.
  • Prädikatswein
    Erstmals im Rheingau erzeugter Qualitätswein mit Zusatz, z.B. Spätlese (=Prädikat).
  • Pinot Noir
    Sehr alte rote Edelrebsorte, inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. In Frankreich und Deutschland auch weiß gekeltert (Blanc de Noirs). Bestandteil des Champagners. Die dominierende Rebe Burgunds und des Ahrtals. dt. Spätburgunder; frz. Pinot Noir

Q

  • Qualitätswein
    Deutscher Qualitätswein entspricht dem spanischen D.O., dem französischem A.O.C. oder dem italienischen D.O.C.

R

  • Reinsortig
    Wein, der ausschließlich aus einer Traubensorte erzeugt wurde.
  • Reserva
    (span.) Rotwein mit min. dreijähriger Kellerreife und davon einjähriger Holzfassreife.
  • Riesling
    Einer der weltbesten Weißweine. Eigentlich "weißer Riesling", häufigste deutsche Traubensorte. Das noble Gewächs reift spät und wird meist erst im Oktober gelesen. Auch "König der Weine" genannt. Die besondere Qualitätsbezeichnung "Hochgewächs" wird nur Rieslingen mit besonderen Qualitätsmerkmalen verliehen.
  • Rosé
    Rosé- bis lachsfarbender Wein. Durch rasches Abpressen der roten Trauben entsteht nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut. Kann aus verschiedenen Rebsorten bestehen, im Gegensatz zum Weißherbst, der immer reinsortig vinifiziert wird.
  • Rosso
    (ital.) Rotwein
  • Rouge
    (frz.) Rot

S

  • Sangiovese
    In der Toskana weit verbreitete Rebsorte. Beste Qualitäten erreicht sie im Chianti und Montalcino (wo sie Brunello genannt wird).
  • Sauvignon Blanc
    Frühreife saftreiche Weißweinsorte, ursprünglich aus Bordeaux. Die Rebsorte des Sancerre, Pouilly-Fumé.
  • Silvaner
    Weiße Rebsorte. Erreicht sehr gute Qualitäten in Franken, wo sie meist die besten Lagen einnimmt und sehr stoffige Weine mit gutem Alterungspotential hervorbringt.
  • Smaragd
    Bezeichnung für die höchste Qualitätsstufe klassischer Weine der Wachau.
  • Solera
    Traditionelles Lagerungs- und Verschnittsystem u.a. bei der Sherry Produktion, um jedes Jahr den gleichen Qualitätsstandard zu erreichen.
  • Spätburgunder
    Sehr alte rote Edelrebsorte, inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. In Frankreich und Deutschland auch weiß gekeltert (Blanc de Noirs). Bestandteil des Champagners. Die dominierende Rebe Burgunds und des Ahrtals. dt. Spätburgunder; frz. Pinot Noir
  • Spätlese
    Aus vollreifen Trauben erzeugter Prädikatswein.
  • Sur Lie
    (frz.) Auf der Hefe gelagert. Dadurch werden im Holzfass ausgebaute Weißweine intensiver und fülliger im Geschmack.
  • Syrah
    Rote Rhône Sorte, ergibt im Süden Frankreichs schwere dunkle Weine. Verträgt heißes Klima, ist deshalb auch in Australien zum Favoriten geworden. Berühmteste Weine u.a. Hermitage, Chateauneuf-du-Pape. In Überseeländern als Shiraz bekannt.
  • Shiraz
    Rote Rhône Sorte, ergibt im Süden Frankreichs schwere dunkle Weine. Verträgt heißes Klima, ist deshalb auch in Australien zum Favoriten geworden. Berühmteste Weine u.a. Hermitage, Chateauneuf-du-Pape. In Überseeländern als Shiraz bekannt.

T

  • Tannin
    Gerbstoff, eine in den Schalen, Stielen und Kernen der Trauben vorkommende Substanz, gelangt aber auch aus Eichenfässern in den Wein. Tannin wirkt konservierend und ist deshalb in Weinen, die für eine längere Lagerzeit bestimmt sind, ein wesentlicher Bestandteil.
  • Tempranillo
    Rote Rebsorte Spaniens. Klimatisch sehr robuste Rebe, die hohe Temperaturschwankungen, z.B. auch zeitweise Trockenheit, verträgt. Ergibt kräftige, tanninreiche und relativ säurearme Weine. Die dominierende Rebsorte im Rioja.
  • Tenuta
    (ital.) Weingut
  • Terroir
    (frz.) Der Charakter des Weines wird durch die Faktoren Klima, Boden und Mensch geprägt. Qualitätsphilosophie, die heute für fast den gesamten europäischen Weinbau Anwendung findet.
  • Textur
    Beschreibt die Qualität eines Weines durch den Eindruck am Gaumen: Spürbare Dichte und Konzentration, weiches Tannin und milde Säure.
  • Tinto
    Spanischer Ausdruck für Rotwein.

U

  • Unfiltered
    (engl.) Weine mit längerem Fassausbau können ungefiltert abgefüllt werden. Es verleiht ihnen mehr Komplexität und Dichte.

V

  • Vina
    (span.) Weinberg
  • Vintage
    (engl.) Jahrgang (Portwein)

W

  • Weinstein
    Evtl. Ablagerung im Wein. Entsteht durch die chemische Verbindung von Weinsäure und Kalium oder Calcium. Geschmacklich völlig neutral und kein Weinfehler.
  • Winemaker
    (engl.) Übliche Bezeichnung für den Önologen eines Weinguts - mittlerweile nicht mehr nur in Übersee.

X

Y

Z

  • Zinfandel
    Urrebsorte des kalifornischen Weinbaus.

Ä

Ö

Ü